Rezensionen

Symbiote Spider-Man 1: Das Alien-Kostüm (Panini)

Als ich die Ankündigung für diesem Band las, war die Freude groß, schließlich handelte es sich bei dem Condorheft 111 mit dem schwarzen Kostüm von Spider-Man (damals als DIE SPINNE bekannt) um mein ältestes erhaltenes Spider-Man Heft überhaupt. Klar, ich hatte schon vorher Hefte mit Spidey gesehen, größtenteils von Freunden, Counsins etc., aber dieses Kostüm war zweifellos etwas Besonderes. Komplett anders und doch in der ersten Sekunde erkennbar, was es sein sollte. Nach Secret Wars (in Deutschland damals nicht erschienen) kam Peter Parker vom Planeten des Beyonders zurück und brachte etwas mit: ein neues, schwarzes Kostüm, was schon da ein Eigenleben hatte. Es konnte jedoch niemand ahnen, dass bald Venom entstehen sollte. Peter war froh, wieder auf der Erde zu sein, und dass das lebende Kostüm auch Bekleidung simulieren konnte, machte sein Leben deutlich einfacher.

Man merkte klar, dass Spidey nicht mehr der junge, etwas naive Schüler von einst war, das Studium hatte er geschmissen und trug einen verwegenen Stoppelbart, und statt romantischer Liebeleien war bei seiner Beziehung zu Black Cat ganz deutlich eine körperliche Ebene erkennbar. Auch die Gegner wurden etwas härter, und so kam es in dieser Phase zu denkwürden Geschichten, die auch heute noch oft zitiert werden, beispielsweise Kravens Letzte Jagd, was seinerzeit wirklich eine Offenbarung für den jungen breedstorm war. Mehr Geschichten aus dieser prägenden Phase? Da simmer dabei.

Genau diese Epoche ist nun also, zu der uns Greg Land, Iban Coello und Peter David einladen. Peter Parker weiß nicht davon, dass sein Kostüm nachts gern mit ihm unterwegs ist während er schläft, und auch von Black Cats Steigerung ihrer Kräfte hat er keine Ahnung.  Spannend wird es, als Spider-Man auf Mysterio trifft, einen alten Gegner, der bislang spielerhaft von ihm besiegt werden konnte. Doch auch er ist härter geworden, und durch besondere Umstände wird Mysterio nun zu einer ernstzunehmenden Gefahr. Aber auch andere klassische Gegner wie Electro und Fly sind in New York unterwegs. Schafft Peter es bei all den Gegnern, rechtzeitig zu Tante May zu kommen?


Fazit

Das Wiedersehen mit diesem Spidey weckt viele nostalgische Gefühle in mir, wenngleich das ganze optisch sehr modern wirkt, nicht zuletzt durch die Farben von Frank D*Armata. Ganz klar wurde hier mit viel Liebe zur Geschichte von Roger Stern und Tom de Falco gearbeitet, und es finden sich zahlreiche Anleihen und Darstellungweise wie im Original. Es gelingt hier, Mysterio etwas mehr Tiefe als allgemein üblich zu verleihen, und auch zu den Gedanken von Black Cat gibt es schöne, stimmige Ergänzungen.

Aber der Band ist auch für neuere Leser geeignet, die liebevolle Erzählweise machen die Nostalgiebrille überflüssig, speziell wenn man sich mit der Herkunft von Venom und anderen Symbionten beschäftigen möchte. Hier liegen die Wurzeln.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich mir noch etwas mehr Soapelemente aus der Zeit gewünscht hätte.


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