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Mercy 1: Die Dame, die Kälte und der Teufel (Panini)

Mercy 1: Die Dame, die Kälte und der Teufel | Panini Comics | 76 Seiten – Hardcoveralbum | 20,00 €

Die italienische Künstlerin Mirka Andolfo ist bereits bei Ms. Marvel und DC’s Bombshells positiv in Erscheinung getreten, und dürfte den meisten hierzulande durch die Serie „Contro Natura“ bekannt sein, in der sie anthropomorphe Tiere in eine dystopische Zukunft schickte.

Auch ihre neue Serie „Mercy“ erscheint nun im schicken Hardcover-Album bei Panini. Die Handlung ist in den USA Ende des 19. Jahrhunderts in einem Ort namens Woodburgh angesiedelt. Der Leser wird gleich in die Handlung geworfen, und sieht wie eine Mine explodiert. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte, und merkwürdige Dinge gehen vor sich. Die Legende vom Teufel von Woodsburgh ist geboren…

Einige Jahre später hat sich die Welt in Woodsburgh weitergedreht. Die Überlebenden werden teilweise für das Unglück verantwortlich gemacht, und Argwohn und Vorurteile sind stets präsent. Das kleine Waisenmädchen Rory hat jedoch andere Sorgen. Die Mestizin wurde zwar im örtlichen Waisenhaus aufgenommen, doch der Besitzer ist ein böser alter Mann, der die Kinder hart für sich arbeiten lässt. Als die schöne Lady Hellaine aus Seattle im Ort auftaucht, ist die Kleine sofort von ihrem engelsgleichen Äußeren fasziniert. Doch die Begeisterung wäre sicherlich schnell überwunden, wenn Rory wüsste, was wirklich in der jungen Adligen steckt.


Fazit

In dieser Serie widmet sich Mirka Andolfo dem Mistery-Horror-Genre. In dem gewählten Setting kann sie ihre Zeichnungen von hübschen Frauen frönen, wie auch in ihren anderen bisherigen Serien. Gerade Hellaine wird viel Raum geboten. Sie erinnert etwas an Coraline aus „Träume“ von Terry Dodson oder sogar an Lady Death. Eyecandy erste Klasse also, doch auch die Geschichte hat einiges zu bieten. Zwar tun sich noch viele Fragezeichen auf, aber die gut eingeführten Figuren und die besondere Stimmung in Woodsburgh verzaubern beim Lesen. Wie auch in „Contro Natura“ schafft Mirka Andolfo aber immer wieder unter die Oberfläche der Kleinstadt zu schauen, etwa als man Zeuge von einem Bordellbesuch wird, es von einer Sekunde zur anderen Gewalt kommt oder wenn spontan das Übersinnliche durchscheint.

Auch der Anhang ist üppig ausgefallen. So gibt es neben den Covern und vielen Sketchen auch Infos zur Entwicklung von Hellaine oder auch zur Entstehung einer Comicseite, von der Rohzeichnung bis zum Endprodukt.

Mich hat die neue Serie von Mirka Andolfo sehr gut unterhalten. Schon „Contro Natura“ war ein großer Erfolg und erschien in vielen Ländern, und auch „Mercy“ erscheint zeitgleich in den USA (Image Comics) und in Frankreich, Italien und Deutschland (Panini). Gern mehr der Künstlerin, mich würde da sehr „Les Chroniques d’Under York“ interessieren, wo es um Dämonen im Big Apple geht.


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