Hinweis

Jimmys Bastarde 2 – Wie war das?! (Panini Comics)

Im zweiten Teil der Miniserie Jimmys Bastarde von Garth Ennis und Russ Braun geht es naturgemäß wieder heftig zur Sache. Übersetzt wurde erneut von Comedian und Comicfan Hennes Bender, der eine Menge kreativer Schimpfworte unterbringen konnte.

Rückblick:

Jimmys Bastarde ist eine Bond-Persiflage, und zwar des Bonds, den wir aus den Filmen der 60er und 70er kennen, mit wahnwitzigen Supergegnern wie Goldfinger oder Beißer. Einen Bond eben, der sich selbst nicht so ernst und hart nahm wie in der Gegenwart. Neben den fantasiereichen Gegnern, außergewöhnlichen Settings und technischen Spielerein wird Bond natürlich auch mit einem Thema in Verbindung gebracht: Frauen, besser gesagt den Bond-Girls.

Jimmy Regent ist Bond-Testosteron³, es gab also im Leben des Machos schon eine riesige Anzahl von Sexualpartnerinnen. Anscheinend ist der Geheimagent jedoch nicht mit der Lizenz zum Verhüten ausgestattet, denn er hat Dutzende Kinder – und die wollen ihm nun als Leder, da er sich nie um sie gekümmert hat.

Auch Jimmys neue Partnerin Nancy McEvan kann nicht verhindern, dass Regent in der Klapse landet – die Nachricht dass er mit diversen seiner eigenen Töchter in den vergangenen Jahren GV hatte, wirft ihn verständlicherweise aus der Bahn.

Handlung

Noch immer grassiert der Geschlechtssaft im UK, eine Krankheit, bei der sich bei einem Großteil er Bevölkerung die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale in die des anderen Geschlechts wandeln, was für wenig Zuspruch sorgt. Nancy McEvan weiß keinen anderen Rat als den, Jimmy aus der Psychiatrie zu befreien, doch dieser ist durch den Inzest-Schock gänzlich gewandelt, und nicht die Ein-Mann-Armee, die in dieser Situation dringend benötigt würde. Die Armee aus seinen Nachkommen hat sich auf einer Insel festgesetzt, angeführt von demjenigen seiner Söhne, der ihm am ähnlichsten ist: Junior. Als es diesem gelingt, Nancy McEvan gefangen zu nehmen, steht dem großen Showdown von Jimmy und seinen Bastarden nichts mehr im Weg.

Fazit:

Garth Ennis schreibt, was er am besten kann: Sinnlose Gewalt und abgedrehte Handlungssprünge, die nicht selten blutig enden.

Er genießt es regelrecht, dass Bond-Image durch den Kakao zu ziehen, sei es bezüglich der Damenkontakte des Doppelnull-Agenten, seiner Gadgets oder seiner Weltanschauung. Auch die Schauspieler der Bond-Filme kriegen hier ihr Fett weg. Sean Connery und Co dürften für die meisten Leser leicht zu erkennen sein.

Um klar zu machen: alles hier ist überspitzt, brutal und an der Grenze des guten Geschmacks, ob es das Thema Inzest betrifft, oder auch das Reihenweise Töten von Menschen. Wer dies zu ernst nimmt und damit nicht umgehen kann, wird eine schwere Zeit haben. Doch Ennis ging es hier nicht um Moral, das Ziel war die komplette Demontage des Bond-Mythos, und das ist ihm ohne Zweifel gelungen. Die humorvollen Zeichnungen von Russ Braun, der ja bereits bei Battlefields und The Boys mit Ennis zusammengearbeitet hat, sind solide und haben einen hohen Wiederkennungswert. Im Anhang gibt es eine Cover-Galerie und einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen mit Skizzen und Erläuterungen von Russ Braun.

Kategorien:Hinweis, Rezensionen

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