Rezensionen

Spawn 123 (Panini)

Es war ein weiter Weg, aber mit Spawn #301 hat Todd McFarlane mit Image Comics den Rekord für die am längsten laufende creator-owned Serie gebrochen. Als McFarlane 1992 zusammen mit Erik Larsen, Jim Lee, Rob Liefeld, Whilce Portacio, Marc Silvestri und Jim Valentino Image Comics gründete, konnte mit so einem Erfolg keiner rechnen, schließlich hatten ja schon andere versucht, Comics jenseits von DC und Marvel auf den Markt zu bringe, z.B. Malibu Comics, die aber 6 Jahre nach Gründung bereits wieder von Marvel aufgekauft wurden. Doch Image Comics hatte seinerzeit einen großen Vorteil: ein Portfolio aus den Zeichnern, die die Stars der Szene in den frühen 90er waren. McFarlane hatte daran großen Anteil, unvergessen ist sein Spider-Man-Run. Und so war es nur konsequent, dass er auch bei Image Comics seine eigene Serie haben würde. Er brachte Spawn, eine Figur, die er nach eigenen Angaben bereits 1977 im Kopf hatte. Es folgte ein riesiger Erfolg, Merchandise, ein Film, und auch als er nicht mehr selber zeichnete hatte er ein gutes Händchen, wie der Capullo-Run beweist, der für mich immer noch die beste Phase bei Spawn war. 28 Jahre später ist Spawn immer noch da, holt den Rekord, und ein Ende ist nicht in Sicht.

In den beiden in diesem Band enthaltenen Ausgaben haut McFarlane richtig auf die Pauke, und lässt Spawn auf 132 Seiten gegen viele klassische Figuren antreten bzw. mit ihnen zusammen kämpfen. Schon in den letzten Ausgaben hatten viele klassische Figuren wie Cy-Gor, der Freak oder der Violator ein Comeback, aber nun darf fast jeder auch mal ran. Auch Figuren wie Nyx oder ein gewisser anderer Spawn dürfen natürlich nicht fehlen.  Final wird nun auch geklärt, was der grüne Countdown, der Spawn von Anfang an begleitet hat (und Zwischendurch weg war) zu bedeuten hat.

Wichtigste Mission für Al Simmons dabei ist, die Menschheit endlich aus den Spiel zwischen Himmel und Hölle zu befreien. Beide Lager ziehen im Hintergrund des Weltgeschehens die Strippen, die nun endgültig gekappt werden sollen. Doch eine Sache hat Spawn nicht bedacht…


Fazit

Ein langer Ritt liegt hinter uns, ein langer aber auch noch vor uns. Ja, die ein oder andere Erklärung gab es, aber natürlich wirft der alte Toddster nicht alles ins Licht. Ein wenig mehr hätte es aber gern sein können. Zumindest eine Erklärung für den Timer gab es. Zeichnerisch gibt es nichts zu meckern, egal ob Campell, Opena oder die anderen, jeder gibt hier sein bestes.

Auf das Thema „Einstiegspunkt“ wurde keine Rücksicht genommen. Die Handlung richtet sich an alle, die sich einigermaßen gut mit Spawn auskennen, ansonsten wird man nur die schönen Zeichnungen und die Action bewundern können.

Das Wiedersehen mit gewissen Figuren aus dem Spawn-Kosmos hat richtig Spaß gemacht, es waren aber noch lange nicht alle dabei. Der Tod jedenfalls kann es nicht gewesen sein, der sie daran hindert.

Dafür gab es jede Menge „Goodies“ wie zum Bespiel alle regulären Cover (wenn auch sehr klein), die aktuellen Variants, Statements von McFarlane und ein bezauberndes Fotos von seiner Tochter, mit dem er die vergangene Zeit deutlich illustriert. 28 Jahre… was habt ihr 1992 so gemacht?


Infos zum Band

Spawn 123 | Panini Comics | 132 Seiten – Softcover | 17,00 € | Beinhaltet Spawn 300-301

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