Rezensionen

War and Peas 1: Von Hexen und Menschen (Panini)

Seit einigen Jahren steigt mein Konsum an Web-Cartoons stetig an, angefangen mit Sarah Burrinis „Das Leben ist kein Ponyhof“ (leider beendet) über „Scandinavia and the World“ von Humon bis Naomi Fearns „Berliner Schnuppen“. Alle hatten gemeinsam, dass sie über Soziale Medien einfach zu konsumieren sind. Irgendwann wurde mir dann auch „War and Peas“ vorgeschlagen, und die englischsprachigen Cartoons haben mich von Anfang an überzeugt. Der schwarze, oftmals bösartige Humor war genau mein Ding, doch ich war überrascht, dass die Künstler dahinter aus Deutschland kommen. Der Erfolg gibt ihnen aber mehr als Recht mit ihrer Sprachentscheidung.

Elizabeth Pich und Jonathan Kunz haben sich an einer Kunsthochschule im Saarland kennengelernt, und veröffentlichen seit mehreren Jahren regelmäßig und international erfolgreich ihren Web-Cartoon. Dazu ermuntert hat sie u.a. Barbara Yelin (u.a. „Gift“, „Irmina“), die an als Dozentin an der Kunsthochschule arbeitete.  Den Hauptteil der Zeichnungen übernimmt dabei Elizabeth Pich, die Ideen findet sie aber mit Partner Jonathan Kunz gemeinsam.

Eine Menge Figuren haben Einzug in die Welt von War and Peas genommen. Da ist die „Sexy Bitch“ Hexe mit ihrem Vampirfreund, ein neurotischer Roboter der seine Schöpferin liebt, ein schwules Pärchen, der Geist eines toten Jungen, ein Hund und viele weitere, die sich nicht zwangsweise begegnen. Auch immer sehenswert ist der personifizierte Gevatter Tod, der sichtlich Spaß an seinem Job hat.

Wer dreckigen, finsteren Humor mag, der kann hier nicht falsch machen. Ich möchte nicht anfangen hier einzelne Panels zu beschreiben und Pointen vorweg zu nehmen, denn auf warandpeas.com/ kann sich jeder ein Bild von dem Projekt machen.

Der Band von Panini ist im quadratischen Hardcover- Format erschienen (ebenso wie z.B. Daniela Schreiters „Die Abenteuer von Austistic Hero-Girl), der sehr wertig produziert wurde, d.h. der Einband ist mit Spotlackierungen versehen, und das Papier hat eine sehr gute Qualität.

In der Regel sind 4 Panels auf einer Seite, nur ab und an kommt es vor dass 4 Panels über 2 Seiten gehen, was ich für eine Platzverschwendung halte. Bei dem Band ging es aber nicht darum etwas möglichst günstig zu produzieren, schließlich sind die Strips im Netz verfügbar. Vielmehr handelt es sich um eine hochwertige Ausgabe für Fans, die die Comics auch in bibliophiler Version im Regal haben wollen, ähnlich wie es auch bei „Die Wormworld-Saga“ von Daniel Lieske der Fall war. Und dieser Ansatz ist hier voll gelungen.

Also, schaut mal auf die genannte Homepage und folgt War and Peas auf Twitter, Facebook oder Instagram, denn eine Prise schwatzen Humor kann man immer brauchen. Und wer richtig Fan ist wird sich diesen Band sowieso kaufen.

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