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„Asterix und der Greif“: Das offizielle Cover und weitere Infos

Vor einiger Zeit haben wir Euch verraten, dass der am 21. Oktober erscheinende Asterix-Band „Asterix und der Greif“ heißen wird.

Nun wurde das offizielle Cover des Bandes veröffentlich. Ich zitiere aus der Pressemitteilung:

Paris, 11. Oktober 2021 – In Anwesenheit der Autoren wurde heute das Cover des neuen Asterix-Albums enthüllt. Dieses verspricht ein winterliches Abenteuer im Schnee. Auch das Reiseziel unserer gallischen Freunde wurde bekannt gegeben: Das neue Abenteuer führt Asterix, Obelix, Miraculix und Idefix ins tiefste „Barbaricum“ – in den Osten Europas. Das fünfte Gemeinschaftswerk von Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichner) ist ein wilder Ritt durch schneebedeckte Steppen, wo Asterix nicht nur auf das sympathische Volk der Sarmaten, sondern auch auf jede Menge Römer trifft – damit sind großes Vergnügen und jede Menge Backpfeifen garantiert.

Das Autorenduo Ferri/ Conrad setzt das Werk der Comic-Genies und Asterix-Väter René Goscinny und Albert Uderzo fort. Seit dem ersten Auftritt der beiden unbeugsamen Gallier im Jahre 1959 wurden über 385 Millionen Alben verkauft. Die weltweit beliebte Reihe schreibt 62 Jahre erfolgreiche Comic-Geschichte. Ein allerletztes Mal konnte auch Albert Uderzo seinen Einfluss und seinen genialen Humor in ein Asterix-Abenteuer mit einbringen, bevor er 2020 im hohen Alter von 92 Jahren verstarb.

Quelle: Pressemitteilung Egmont Ehapa Media
Das Cover von „Asterix und der Greif“ | Asterix®-Obelix®-Idefix® / © 2021 Les Éditions Albert René / Goscinny – Uderzo | www.egmont.de | www.asterix.com

Wer waren die Sarmaten? Dazu erhalten wir Egmont Ehapa Media folgende Erklärung:

Die Sarmaten waren ein Nomadenvolk, das vom 7. Jh. v. Chr. bis zum 6. Jh. n. Chr. nördlich des Schwarzen Meeres lebte. Sie verdrängten die Skythen in der Ukraine, besiedelten die ungarische Tiefebene und beherrschten sämtliche Steppen zwischen Ural und Donau. Damit sind sie die Vorfahren der Slawen.

Quelle: Pressemappe Egmont Ehapa Media

Auf die Frage, warum sich Szenarist Jean-Yves Ferri für diesen Landstrich entschieden hat, verrät dieser:

Ich wollte die Handlung in einem fiktiven Gebiet ansiedeln, eine Art „Amazonenreich“. Daher entschied ich mich auch für die Region zwischen Russland, der Mongolei und Kasachstan. Nach dem, was ich gelesen habe, lag das Gebiet der Sarmaten tatsächlich sehr weit in Richtung Ural bzw. Altai. In diesen abgelegenen Gegenden wurden Gräber von Kriegerinnen entdeckt. Der griechische Dichter Aristeas von Proconnes, der um 600 v. Chr. lebte, berichtet über diese mythischen Regionen und die „Amazonen“, die laut ihm irgendwo dort lebten. Das brachte mich auf die Idee, es ihm gleichzutun und für meine Amazonen ein sarmatisches Gebiet zu erfinden, das im Altai liegt und dessen Kultur um Jurten und Schamanen kreist.

Quelle: Pressemitteilung Egmont Ehapa Media
Asterix und Obelix führt es diese mal in winterliche Gefilte. | Asterix®-Obelix®-Idefix® / © 2021 Les Éditions Albert René / Goscinny – Uderzo | www.egmont.de | www.asterix.com

Aber was ist der Greif und was hat er damit zu tun? Dazu sagt Ferri:

Der Greif im Album ist das Totemtier des Schamanen. Hier zeigt sich ein bisschen die Ignoranz der Römer und die weltfremde Vorstellung, die sie sich von der Tierwelt in der noch unerforschten Gegend machen. Obwohl er den Körper eines Löwen und den Kopf eines Adlers haben soll, erscheint ihnen die Existenz des Greifs zunächst nicht fantastischer als die der Giraffe oder des Nashorns. Doch je weiter sie in das Barbaricum vordringen, desto mehr Zweifel kommen ihnen. Was, wenn der Greif in Wahrheit ein mächtiger Naturgott ist? Da gerät ihr Eroberungsgeist plötzlich ins Wanken …

Zumal Asterix und Obelix (und natürlich Idefix!) den Sarmaten zur Hilfe eilen und den Römern wie immer das Leben noch schwerer machen!

Quelle: Pressemappe Egmont Ehapa Media

Hélène Bouillon, Kuratorin am Louvre-Lens, ergänzt zur Geschichte des Greif:

Der Greif ist ein Fabelwesen, um das sich viele Legenden ranken. Und das schon seit 5000 Jahren! Er besitzt den Körper eines Löwen, dazu Klauen, Flügel und den Schnabel eines Raubvogels. Das älteste Abbild eines Greifen wurde im Iran entdeckt, auf einem Siegelabdruck aus Ton, der auf 3500 v. Chr. datiert wird. Wir wissen, dass sie damals verbreitet waren, denn etwa zur gleichen Zeit wurden auch in Ägypten geflügelte Löwen mit Adlerköpfen in Prunkpaletten gemeißelt. Im 2. Jahrtausend v. Chr. tauchten Abbildungen von Greifen in der Levante, in Anatolien und auf Zypern auf. Man findet sie vor allem auf geschnitzten Elfenbeintafeln, die einen Thron oder das königliche Bett schmückten.

Etwa zur selben Zeit reiste der Greif an Bord kanaanitischer Handelsschiffe entlang der palästinensischen, syrischen und libanesischen Küste. Später, im 1. Jahrtausend v. Chr., ist er auch bei den Phöniziern und Griechen verbreitet sowie rund um das Schwarze Meer, wo er die Waffen und Möbel der Skythen und anderen Nomadenvölkern ziert. Für die Griechen waren Greife die Wächter der Schätze des Apollon und des Dionysos. Zur gleichen Zeit schmückten auch die achämenidischen Perser ihre Paläste mit diesem Fabelwesen. Man findet den Greif auch auf Thronen und dem edlen Geschirr der Phryger und Lyder in Anatolien.

Quelle: Pressemappe Egmont Ehapa Media
Asterix®-Obelix®-Idefix® / © 2021 Les Éditions Albert René / Goscinny – Uderzo | www.egmont.de | www.asterix.com

In früheren News über Asterix zeigten wir ein Panel, welches nun ebenfalls aufgelöst wurde:

Damit wäre ein weiteres Geheimnis gelüftet: Der Name des Freundes, dem Miraculix zur Hilfe eilt – Quelle: Pressemappe Egmont Ehapa Media | Asterix®-Obelix®-Idefix® / © 2021 Les Éditions Albert René / Goscinny – Uderzo | www.egmont.de | www.asterix.com

„Asterix und der Greif“ erscheint am 21. Oktober 2021. Der Band umfasst 48 Seiten und wird als Softcover-Album (6,90€), Hardcover-Album (12,00€) oder E-Book (6,49€) herausgegeben. Zudem erscheint eine 128 Seiten starke Luxusausgabe und ein auf 399 Exemplare limitiertes Artbook, welches zwei jeweils 104 Seiten umfassende Alben mit dem Storyboard von Jean-Yves Ferri und den Bleistift- und Tuschezeichnungen von Didier Conrad, sowie zwei von den Künstlern signierte Drucke enthält (250,00€).

Wir bedanken uns bei Egmont Ehapa Media für die Bereitstellung der Informationen und Grafiken.

Kategorien:Comicnews, News

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